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Peter Jap Lim

"Die Zeit des Jean de Mandeville"  19. 05. - 29. 06. 06.

Peter Jap Lim hat in Kassel bei Rob Scholte und Ursula Panhans-Bühler studiert und lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten umfassen ein breites Spektrum von Installationen, Wandarbeiten, Videos und Foto. Es sind alltägliche Begebenheiten, die er so lange seziert und variiert, bis sie eine andere, philosophische Dimension erhalten, oder historische Besonderheiten, zu welchen er uns durch seine Interpretationen einen neuen Zugang ermöglicht. Oft trägt Jap Lims Werk auch utopische Züge, imaginäre Architekturen werden konstruiert oder Zeitreisende auf ihren Streifzügen durch die Unendlichkeit begleitet. Ein alter Freund des Künstlers ist der sagenumwobene Jean de Mandeville, der ab dem 14. Jahrhundert n.Chr. durch die Niederschrift seiner Reisen, die ihn in den Orient und den fernen Osten führten, Ruhm und große Popularität erlangte. Sogar Christoph Kolumbus bezog sich auf seine Aufzeichnungen. De Mandeville bewegt sich noch immer unter Einsatz seines Lebens durch Raum und Zeit, manchmal mit Hilfe einer Zeitmaschine, manchmal durch Techniken, die uns unbekannt sind. Wenn de Mandeville die Muße hat, ein wenig zu verweilen, kehrt er gerne bei Peter Jap Lim ein. Dann werden intensiv Fragen, die die Betrachtung der Zeit betreffen, diskutiert. Jene Einsichten und Erkenntnisse, die man benötigt, um überhaupt in der Zeit reisen zu können und solche, die man erlangt, wenn man die Dimensionen überwindet, bilden auch den Hintergrund der Ausstellung "Jean de Mandeville und seine Zeit" bei Visite ma tente. Mit Jean der Mandevilles großzügigem Einverständnis darf Peter Jap Lim beispielsweise mit der veralteten Vorstellung aufräumen, dass die Zeit fließt. Wir sind es offenbar, die um die Zeit fließen!